🧭 Einleitung: Nur aktiv ist nicht gleich sicher
Du hast dein VPN installiert, verbunden – und fühlst dich sicher.
Doch funktioniert es wirklich so, wie es soll?
Oder zeigt dein Browser vielleicht trotzdem deine echte IP-Adresse an?
Viele VPN-Nutzer sind sich zu sicher, ohne je überprüft zu haben, ob ihr VPN tatsächlich arbeitet.
Die Wahrheit: Selbst die besten VPNs können ausfallen, fehlerhaft verbunden sein oder durch falsche Einstellungen Daten preisgeben.
👉 Deshalb ist regelmäßiges VPN-Testing so wichtig.
In diesem Beitrag erfährst du:
- Wie du Schritt für Schritt prüfst, ob dein VPN aktiv ist
- Welche Tools du nutzen kannst
- Und wie du DNS-, IP- und WebRTC-Leaks zuverlässig erkennst
🔒 Warum du dein VPN regelmäßig testen solltest
Ein VPN soll:
- deine Verbindung verschlüsseln,
- deine IP-Adresse verbergen
- und dich vor Tracking & Datenklau schützen.
Doch selbst kleine Konfigurationsfehler oder App-Bugs können dazu führen, dass du scheinbar geschützt, aber tatsächlich unverschlüsselt surfst.
Typische Gründe für VPN-Fehlfunktionen:
- VPN-Server nicht verbunden oder getrennt
- DNS-Leak (Anfragen laufen am VPN vorbei)
- WebRTC-Leak im Browser
- IPv6-Verbindungen ungeschützt
- Kill Switch deaktiviert
- Alte oder instabile VPN-App
💡 Fazit: Nur wenn du dein VPN testest, weißt du, dass es wirklich schützt.
🧠 Was du bei einem VPN-Test überprüfst
Ein vollständiger VPN-Check besteht aus fünf Prüfungen:
| Testart | Ziel | Ergebnis bei funktionierendem VPN |
|---|---|---|
| IP-Test | Verbirgt das VPN deine echte IP-Adresse? | Zeigt Standort & IP des VPN-Servers |
| DNS-Leak-Test | Werden DNS-Anfragen über das VPN geleitet? | Nur VPN-DNS-Server sichtbar |
| WebRTC-Test | Gibt dein Browser echte IP preis? | Keine echte IP angezeigt |
| IPv6-Test | Wird IPv6-Verkehr sicher getunnelt? | Keine IPv6-Adresse sichtbar |
| Geschwindigkeitstest | Wie stark beeinflusst das VPN dein Internet? | Moderate bis geringe Reduktion |
🧩 Schritt-für-Schritt: So testest du dein VPN richtig
Hier bekommst du eine einfache, praxiserprobte Anleitung – ganz ohne Fachchinesisch.
🔹 Schritt 1: VPN aktivieren
- Starte dein VPN-Programm oder die App.
- Wähle einen Server in einem anderen Land (z. B. Schweiz oder Niederlande).
- Warte, bis die Verbindung bestätigt ist (z. B. grünes Symbol, Schloss-Icon oder „Verbunden“-Anzeige).
💡 Tipp: Je größer der Standortunterschied, desto einfacher erkennst du, ob das VPN funktioniert.
🔹 Schritt 2: IP-Adresse prüfen
Besuche die Seite https://whatismyipaddress.com.
Wenn dein VPN funktioniert, sollte dort nicht dein echter Standort (z. B. Deutschland), sondern der des VPN-Servers (z. B. Schweiz) erscheinen.
| Anzeige | Bedeutung |
|---|---|
| Deine echte Stadt/IP wird angezeigt | ❌ VPN funktioniert nicht richtig |
| VPN-Standort wird angezeigt | ✅ VPN aktiv und verschleiert IP |
🔹 Schritt 3: DNS-Leak-Test durchführen
Öffne https://dnsleaktest.com oder https://ipleak.net.
Starte den Extended Test und warte, bis alle Server angezeigt werden.
Wenn dein VPN korrekt funktioniert, sollten nur DNS-Server des VPN-Anbieters erscheinen – keine Server deines Internetproviders (z. B. Telekom, Vodafone, 1&1).
| Ergebnis | Bewertung |
|---|---|
| VPN-DNS-Server sichtbar | ✅ Sicher |
| Provider-DNS sichtbar | ⚠️ DNS-Leak – gefährlich! |
🔹 Schritt 4: WebRTC-Leak im Browser testen
WebRTC ist eine Browsertechnologie für Videochats und Datenübertragung – sie kann ungewollt deine echte IP preisgeben.
Rufe https://browserleaks.com/webrtc auf.
Wenn dort deine echte IP-Adresse sichtbar ist, hast du ein WebRTC-Leak.
💡 Lösung:
- In Firefox:
about:configöffnen →media.peerconnection.enabledauffalsesetzen. - In Chrome oder Edge: eine Erweiterung wie WebRTC Leak Prevent oder uBlock Origin aktivieren.
🔹 Schritt 5: IPv6-Test durchführen
Einige VPNs schützen nur IPv4, nicht IPv6-Verbindungen.
Prüfe das auf https://test-ipv6.com.
Wenn dort deine echte IPv6-Adresse angezeigt wird, ist der Schutz unvollständig.
💡 Lösung:
- In deinem Betriebssystem IPv6 deaktivieren
- Oder einen VPN-Anbieter wählen, der IPv6 unterstützt oder blockiert
🔹 Schritt 6: Geschwindigkeit testen
Ein VPN kann deine Verbindung leicht verlangsamen – abhängig vom Server und Protokoll.
Teste auf https://speedtest.net.
| Verbindung | Download | Upload | Ping |
|---|---|---|---|
| Ohne VPN | 100 Mbit/s | 50 Mbit/s | 12 ms |
| Mit VPN (normal) | 85–95 Mbit/s | 45–50 Mbit/s | 20–30 ms |
💡 Ein minimaler Unterschied ist normal – große Einbrüche deuten auf schlechte Serverwahl hin.
🧱 So erkennst du, ob dein VPN dich wirklich schützt
Ein funktionierendes VPN erkennt man an diesen Merkmalen:
✅ Deine IP-Adresse entspricht dem gewählten Serverstandort
✅ Kein DNS- oder WebRTC-Leak
✅ IPv6 ist deaktiviert oder geschützt
✅ Verbindung bleibt bei VPN-Neustart aktiv
✅ Kill Switch funktioniert bei Trennung
⚠️ Typische Fehler bei VPN-Tests
| Fehler | Beschreibung | Lösung |
|---|---|---|
| VPN vor Test nicht aktiviert | Häufigster Anfängerfehler | VPN aktivieren & neu laden |
| Falscher Testserver | Ergebnisse nicht eindeutig | Server im Ausland wählen |
| Browser-Cache aktiv | Alte IP im Cache gespeichert | Cache leeren oder Inkognito-Modus |
| Mehrere VPNs aktiv | Konflikte zwischen Apps | Nur ein VPN gleichzeitig nutzen |
| Energiesparmodus | Trennt Verbindung bei Inaktivität | VPN von Akku-Optimierung ausschließen |
🧠 Erweiterte Kontrolle: So testest du deinen Kill Switch
Ein Kill Switch ist dein letzter Schutz, falls das VPN ausfällt.
Testmethode:
- Stelle eine aktive VPN-Verbindung her.
- Trenne deine Internetverbindung (WLAN deaktivieren).
- Beobachte, ob die VPN-App sofort „getrennt“ meldet.
- Prüfe, ob du ohne VPN-Verbindung Internetzugriff hast.
| Ergebnis | Bewertung |
|---|---|
| Kein Internetzugriff möglich | ✅ Kill Switch funktioniert |
| Internet weiter aktiv | ❌ Gefahr – Kill Switch prüfen |
🧩 Profi-Tipps für maximale VPN-Sicherheit
| Tipp | Wirkung |
|---|---|
| Automatische Verbindung aktivieren | Schutz in jedem WLAN |
| VPN beim Systemstart starten | Keine Sicherheitslücke beim Booten |
| Protokoll auf „WireGuard“ oder „OpenVPN“ stellen | Stabilität & Sicherheit |
| Server-Favoriten speichern | Schneller Zugriff auf bewährte Verbindungen |
| VPN regelmäßig neu verbinden | IP-Wechsel & frische Session |
📋 Kurzübersicht: Checkliste für deinen VPN-Test
| Test | Tool | Ziel | Sicheres Ergebnis |
|---|---|---|---|
| IP-Adresse | whatismyipaddress.com | Anonymität prüfen | VPN-Standort sichtbar |
| DNS-Leak | dnsleaktest.com | DNS-Anfragen testen | Nur VPN-DNS sichtbar |
| WebRTC-Leak | browserleaks.com/webrtc | Browserdaten prüfen | Keine echte IP sichtbar |
| IPv6-Test | test-ipv6.com | IPv6-Schutz prüfen | Keine echte IPv6 sichtbar |
| Kill Switch | manuell | VPN-Ausfall simulieren | Kein Internetzugriff |
| Geschwindigkeit | speedtest.net | Performance prüfen | <15 % Verlust |
🌟 Fazit: Vertrauen ist gut – Testen ist besser
Ein VPN schützt dich nur dann, wenn es wirklich funktioniert.
Deshalb gilt: Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser.
Mit wenigen Tools und Tests erkennst du in Minuten:
- ob deine IP wirklich verborgen ist,
- ob keine Daten durchsickern,
- und ob dein VPN zuverlässig arbeitet.
👉 Mach’s zur Routine:
Teste dein VPN einmal im Monat – oder immer nach Updates.
So bleibt dein Schutz messbar sicher – und du kannst dich entspannt aufs Wesentliche konzentrieren: frei, anonym und sicher zu arbeiten. 🌐

